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Eine Brücke zwischen Eltern, Lehrern und Schülern

Schulsozialarbeiterin berichtet im Neuhauser Gemeinderat von ihrer Arbeit an der Homburgschule


Sozialarbeiterin Beate Hafner und Schulleiterin Alexandra Maier-Lipp (von links) stellten die Schulsozialarbeit an der Homburgschule vor.
(Foto: Winfried Rimmele)


NEUHAUSEN OB ECK (wr) – Der Neuhauser Gemeinderat hat in der dritten Präsenzsitzung die Schulsozialarbeit an der Homburgschule Neuhausen ob Eck gelobt. Der Gemeinderat hatte dieser im Jahr 2012 zugestimmt. Mit der Umsetzung beauftragte die Gemeinde Mutpol, die Diakonische Jugendhilfe Tuttlingen. Seit dem Schuljahr 2017/18 ist Sozialpädagogin Beate Hafner mit 19,5 Wochenstunden in der Schulsozialarbeit tätig. Der Zweijahresvertrag mit Mutpol wurde nach dem Tätigkeitsbericht um weitere zwei Jahre verlängert.

Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald sagte, dass die Schulsozialarbeit zur Stabilisierung des Schulerfolgs zur gesellschaftlichen Integration beitrage. „Die Schulsozialarbeit ist eine wichtige Einrichtung und für Schüler, Eltern und Lehrer unverzichtbar“, sagte Osswald.

Beate Hafner ging in ihrem Tätigkeits- und Sachstandbericht auf ihre tägliche Arbeit, insbesondere auf die Probleme während der Corona-Pandemie ein. Während der Schulschließung blieb die Schulsozialarbeiterin mit den Eltern und Schülern per Mail in Kontakt, verschickte Links mit Erklärvideos zum Corona-Virus oder Bastelarbeiten an die Schüler. Mit einigen Eltern, die von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen waren, führte sie auch Telefonate. Denn mit dem Wegfall des Schulbetriebs ging diesen teilweise die letzte feste Struktur im Alltag verloren. Ein Kind wurde besucht und mit ihm ein Spaziergang unternommen.

Mit der Schulleitung wurden Hygienemaßnahmen ausgearbeitet und die Notbetreuung täglich, auch in den Pfingstferien, betreut. Wie wichtig diese Notbetreuung sei, erläuterte Hafner an Zahlen. Waren es zu Beginn 15 Schüler, wuchs die Zahl auf derzeit 29 Schüler an.

Bei Schülern, die unter Trennung und Scheidung leiden, bestehe ein großer Rede- und Handlungsbedarf. Für die Lehrer sei die größte Belastung die Auffälligkeiten der Schüler und körperliche Gewalt. Als Schulsozialarbeiterin berate Hafner Lehrkräfte und Eltern in Erziehungsfragen, bringe sozialpädagogische Sicht- und Handlungsweisen mit ein und nehme oft eine Brückenfunktion zwischen den einzelnen Sozialinstanzen ein.

Themenorientierte Gruppenarbeiten mit Klassen zur Förderung sozialer Kompetenzen sowie zur Gewaltprävention sowie Streitschlichterausbildung und Juniorhelferausbildung mit dem DRK Schwandorf sind weitere Angebote. Auch die Zusammenarbeit mit Phönix gegen sexuellen Missbrauch sowie die Medienerziehung mit dem Landesmedienzentrum gehören neben weiteren Unterstützungen und Angeboten zum Alltag von Hafner an der Homburgschule Neuhausen ob Eck.

Schulleiterin Alexandra Maier-Lipp gab einen kurzen Sachstandsbericht zur aktuellen Lage nach der Schulöffnung. 130 Kinder werden in acht Klassen unterrichtet. Je vier Klassen werden im wöchentlichen Wechsel täglich stundenweise in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sachkunde unterreichtet. Dabei sind pro Klassenzimmer maximal 15 Schüler anwesend. Drei Eingänge und Einbahnstraßen sorgen dafür, dass Beginn und Ende des Unterrichts unter Kontaktbeschränkungen eingehalten werden können.


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