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Tuttlingen würde bis zu 16 Kinder aufnehmen


pm

TUTTLINGEN – Nachdem Deutschland angekündigt hat, wieder geflüchtete Kinder aus griechischen Lagern aufzunehmen, ist auch Tuttlingen bereit, eine Gruppe davon unterzubringen. In einem Schreiben, das unter anderem an Bundesinnenminister Horst Seehofer ging, erneuert Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck das Angebot.

"Ich habe mich sehr gefreut, dass Sie diese Woche angekündigt haben, dass Deutschland weitere Kinder aus den griechischen Lagern aufnehmen wird" so Beck an Seehofer. Beck bezog sich dabei auf eine Aussage des Bundesinnenministers, wonach schon bald weitere 400 Kinder einreisen dürfen. Bereits im März hatten sich die EU-Innenminister darauf verständigt, kranke oder unbegleitete Kinder aus den völlig überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufzunehmen. Wegen der Coronakrise geriet das Vorhaben dann ins Stocken. Bis jetzt sind in Deutschland nur 47 Kinder angekommen.

In seinem Schreiben, das in ähnlicher Form auch an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landesinnenminister Thomas Strobl ging, verweist Beck auch auf die Betreuungsmöglichkeiten in Tuttlingen. Gemeinsam mit der Diakonischen Jugendhilfe "Mutpol" könne Tuttlingen bis zu 16 Kinder aufnehmen. Diese könnten in zwei Wohngruppen mit jeweils acht Jungen oder Mädchen untergebracht und auch von kompetenten Pädagogen betreut werden.

"Als Mitglied im Bündnis Städte Sicherer Häfen möchte Tuttlingen hier gerne einen Beitrag dazu leisten, die im Schatten der Pandemie andauernde humanitäre Katastrophe am Rande der EU zumindest etwas zu lindern", so der OB. Dem Bündnis Städte Sicherer Häfen ist Tuttlingen 2019 beigetreten. Die Mitgliedsstädte haben sich bereit erklärt, auch außer der Reihe Geflüchtete in humanitären Notlagen aufzunehmen.


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