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Neue Schulleiterin nun offiziell eingesetzt

Mit Trommelwirbel, Musik und Blumen hieß Mutpol die Schulleiterin willkommen

 

Gratulation zur offiziellen Einführung (von links):
Dieter Meyer, Gesamtleiter bei Mutpol, Ralf Klingler-Neumann vom Regierungspräsidium Freiburg, Elvira Papesch, Schulleiterin bei Mutpol,
Jochen Zeyher, stellvertretender Vorsitzender von Mutpol und Roland Klamert, stellvertretender Gesamtleiter Mutpol. (Foto: Mutpol)

 
TUTTLINGEN – Die Gotthilf-Vollert Schule der Jugendhilfeeinrichtung Mutpol e.V. in Tuttlingen hat seit letzten Freitag nun auch offiziell eine neue Schulleiterin. Im Beisein von Schülern, Lehrern, Mitarbeitern des Regierungspräsidiums Freiburg, des Jugendamtes und des Verwaltungsrats von Mutpol ist Elvira Papesch im feierlichen Rahmen eingesetzt worden.

Mit einem Trommelfeuerwerk zur Begrüßung sorgten die Schülerinnen und Schüler der Autistenklasse für Begeisterung.

In ihren Begrüßungsreden wiesen sowohl die beiden Schülersprecher, Nico Melzer und Max Vogtsberger, als auch der 2. Vorsitzende von Mutpol e.V., Jochen Zeyher, auf die gute Zusammenarbeit mit der bereits seit dem Schuljahr 17/18 amtierenden Schulleiterin hin. Zeyher, brachte im Namen des Verwaltungsrats seinen Dank zum Ausdruck. Es sei gar nicht einfach gewesen, eine geeignete Person für diese verantwortungsvolle Aufgabe in einer komplex aufgestellten Einrichtung wie Mutpol im ländlichen Raum zu gewinnen. Daher seien sie besonders froh darüber, mit Elvira Papesch eine engagierte Schulleiterin gewonnen zu haben.

Gerne wohnte Herr Dr. Klingler-Neumann als Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg den Feierlichkeiten bei. In seiner Ansprache wies er anhand von Spiegelneuronen auf die große Bedeutung und Vorbildfunktion von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Jugendhilfeeinrichtung hin. Spiegelneuronen sind Nervenzellen im Stirnlappen des Gehirns. Das Besondere an Spiegelneuronen ist, dass sie dasselbe Aktivitätsmuster aufweisen wenn man eine Handlung beobachtet, wie wenn man dieselbe Handlung selbst durchführen würde. Hier liegt der Grundstein, um Empathie und emotionale Intelligenz zu entwickeln. Nur mit viel Empathie und emotionaler Intelligenz könne den anvertrauten Kindern und Jugendlichen, aber auch Kolleginnen und Kollegen, genau diese näher gebracht werden. „Wenn Sie etwas tun, werden sich die Spiegelneuronen derer, die unser Verhalten beobachten, so entwickeln, dass sie sich zukünftig wahrscheinlicher auch so verhalten werden, wie von uns vorgelebt. Verhalten wir uns also so, wie wir es uns von den Menschen um uns herum wünschen.“

Auch Mutpol Gesamtleiter Dieter Meyer zeigte sich sehr froh darüber, Elvira Papesch als Schulleiterin herzlichst willkommen heißen zu dürfen. Ein langwieriger Prozess der Suche nach einer geeigneten Nachfolge für Herrn Volker Schmidt sei mit der Entscheidung für Papesch zu Ende gegangen. In vielen Gesprächen vor Ort habe sie die Einrichtungsleitung und den Verwaltungsrat überzeugen können. „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ Mit diesem Zitat des Schweizer Pfarrers und Lyrikers Kurt Marti (1921 – 2017) unterstrich er, dass es Mut und gesunde Neugier brauche, um neue Wege zu gehen. Für die verantwortungsvolle Aufgabe als Schulleiterin und Führungskraft für über 400 Schülerinnen und Schüler und auch für über 100 Lehrerinnen und Lehrer brauche es auch an „Herzintelligenz“. „Wo unser Herz ist, fühlen wir uns zu Hause, nicht wo unser Körper ist. Deswegen sind wir zu Hause angekommen, sobald wir unser Herz öffnen, Wertschätzung spüren und dankbar und zufrieden sind.“, zitierte Meyer die buddhistische Nonne Ayya Khema.

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen“. Mit diesem chinesischen Sprichwort eröffnete Elvira Papesch ihre Rede zum Abschluss ihrer Einsetzungsfeier. Sichtlich begeistert von den Beiträgen des Grundschulchores und der Vorredner, ergriff sie die Gelegenheit sich bei ihren Kolleginnen und Kollegen für das tagtägliche Bauen von Windmühlen zu bedanken. Papesch hob den kreativen, engagierten und geduldigen Einsatz des Kollegiums im Umgang mit den anvertrauten Kindern und Jugendlichen hervor. „Mit Ihrem Einsatz geben Sie Halt und schaffen die Grundlage für die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen.“ Einen ganz besonderen Dank wurde den beiden Konrektoren Nicole Locher und Ralf Sieger für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre geleisteten Beiträge zuteil. Nur als gut funktionierendes Team habe man die Energie des Windes der Veränderung effektiv nutzen und Mauern abbauen können.

Weiterhin bedankte sie sich bei den Jugendämtern, den kooperierenden Schulen und Partnern für das gemeinsame Ringen um Lösungen bei betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Mit einem positiven und motivierten Ausblick in die Zukunft, was die Konsolidierung und Qualitätsentwicklung der Einrichtung betrifft, schloss sie ihre Rede ab.

Inzwischen seien in Zusammenarbeit mit allen Lehrerinnen und Lehrern bereits viele Schritte in die Wege geleitet worden, die die Mitarbeiterzufriedenheit und die qualitativ gute Zusammenarbeit im Team im Fokus haben.

Ausreichend Gelegenheit auf Austausch untereinander bot sich im Anschluss an die Einsetzungsfeier. Bei einem Imbiss und Umtrunk in gemütlichem Rahmen hatten Gäste die Möglichkeit der offiziell eingesetzten Schulleiterin persönlich zu gratulieren.   


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