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Dr. Ulrike Martin und ihr Mann Dr. Helmut Martin. Über ihn sagt sie: „Ohne seinen Rückhalt wäre das alles nicht möglich.“  Foto: Stadt


Dr. Ulrike Martin ist vielfältigst engagiert. Sie ist seit fast 20 Jahren Verwaltungsratsvorsitzende bei Mutpol und zu dem auch noch Sprecherin der LBU Fraktion im Gemeinderat. Vor allem für ihr Engagement im früheren Kinderdorf wurde sie jetzt mit der Staufermedaille ausgezeichnet.
 
TUTTLINGEN – Dass Mutpol während der letzten Jahrzehnte ein rasantes Wachstum erlebte, ist auch das Verdienst von Dr. Ulrike Martin. Sie prägte den schwierigen Wandel vom ehemaligen Kinderdorf zur modernen Jugendhilfereinrichtung entscheidend mit. Dazu gehörte auch der Verkauf eines Teils des zu groß gewordenen Geländes an die Stadt. Durch den Erlös wurde ein Teil der anfallenden Kosten für den damals dringenden Aus- und Neubau vieler Gebäudebezahlt. [Mehr über Dr. Ulrike Martin und ihre Arbeit auf Seite 8, Wochenblatt]
 

Die ehrenamtliche Chefin einer mittelständischen Firma

Dr. Ulrike Martin, Verwaltungsratsvorsitzende bei Mutpol und Sprecherin der LBU-Fraktion im Gemeinderat, wurde mit der Staufermedaille geehrt.



Dr. Ulrike Martin bei der Verleihung der Stauffermedaille mit OB Michael Beck (l.), ihrem Mann Dr. Helmut Martin (2.v.r.)
und Justizminister Guido Wolf im feierlichen Rahmen.  Foto: Stadt


TUTTLINGEN – Gewürdigt wurde vor allem ihr Verdienst um die Jugendhilfeeinrichtung im früheren Kinderdorf: „Ohne Sie“, so OB Michael Beck, „gäbe es Mutpol in der heutigen Form gar nicht mehr.“

Seit 2000 ist Dr. Ulrike Martin Vorsitzende des Verwaltungsrates bei Mutpol – ein Ehrenamt, wie Michael Beck ausführte, das von Umfang und Verantwortung her eher eigentlich ein Vollzeitjob ist. Schließlich ist Mutpol mittlerweile ein mittelständisches Unternehmen – 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten über 600 Jugendliche auf dem Weg ins Leben.

Dass Mutpol während der letzten Jahrzehnte ein rasantes Wachstum erlebte, ist auch das Verdienst von Dr. Ulrike Martin. Sie prägte den schwierigen Wandel vom ehemaligen Kinderdorf zur modernen Jugendhilfereinrichtung entscheidend mit. Dazu gehörte auch der Verkauf eines Teils des zu großgewordenen Geländes an die Stadt. „Hier haben Sie aktiv Stadtentwicklung betrieben“, so der OB, der auch Martins Rolle im Gemeinderat würdigte, dem Martin seit 2004 angehört, seit 2017 ist sie Sprecherin der LBU-Fraktion. „Nicht die Lautstärke, sondern die Sachlichkeit der Argumente ist ihre Stärke.“

















Dr. Ulrike Martin (M.) beim 20-jährigen Jubiläum der Schule des Lebens in Trossingen mit dem Vorstand Dieter Meyer (l.) und dem kaufmännischen Vorstand Roland Klamert.  Foto: Privat


Überreicht wurde die Medaille von Justizminister Guido Wolf. In Anspielung auf die Adresse von Mutpol „Im Steinigen Tal“ nannte Wolf die Geehrte eine „Bergführerin“, die dazu beitrage, dass jungen Menschen durch dieses Tal geholfen werde. Über viele Jahre habe Martin dafür gesorgt, dass bei Mutpol gute Ideen auch umgesetzt werden, ihre „klare, konstruktive und humorvolle Art“ hätten ihr dabei geholfen: „Sie verwalten Ihr Amt nicht, sie leben es – und das immer mit einem Lächeln.“

















 

Dr. Martin beim damals mit Spannung erwarteten Richtfest des Kommunikationszentrums von Mutpol im Mai 2007.  Foto: Privat


Dieter Meyer, Gesamtleiter und pädagogischer Vorstand von Mutpol, ging zunächst auf Martins Leistung während der Umstrukturierung ein „Sie haben da ein Wahnsinns Ding gestemmt und viel für uns getan.“ Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe er sich umgehört, was sie mit Dr. Ulrike Martin verbinden. Und es fielen Begriffe wie warmherzig, sachlich, interessiert, unkompliziert und vor allem humorvoll. Dies betonte auch ihr LBU Fraktionskollege Uwe Schwartzkopf. „Du hast Schwung, Leben, Ideen und Spaß in die Fraktionsarbeit gebracht.“ Dabei weiche Dr. Ulrike Martinkeinem Gespräch aus – auch keinem kritischen. Bei allem sei es ihr aber immer vor allem wichtig, Lösungen zu finden.

In ihren Dankesworten betonte Dr. Ulrike Martin, wie stark auch sie von ihren Ämtern profitiert habe: Ich bin dankbar für die Erfahrungen und die vielen unterschiedlichen Menschen, die ich kennen lernen durfte. Ich bin auch an den Aufgaben gewachsen.“ Das Wachstum von Mutpol sah sie allerdings auch kritisch: „Wenn Mutpol immer mehr gebraucht wird, ist das für eine Gesellschaft eher bedauerlich.“


Hintergrundinformation

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg für Verdienste um das Land Baden-Württemberg. Die Ehrung mit der Staufermedaille ist mit einer Urkunde des Ministerpräsidentenverbunden, in der er seinen Dank und seine Anerkennung für die Verdienste der geehrten Persönlichkeit(en) um das Land Baden-Württemberg zum Ausdruck bringt. Die Staufermedaille wird pro Jahr ungefähr 50-mal vergeben.


Verwaltungsrat von Mutpol - Diakonische Jugendhilfe Tuttlingen e.V.


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