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In diesen Gebäuden in Durchhausen richtet Mutpol die Jugend-Einrichtung ein.  Foto: Silvia Müller


DURCHHAUSEN – Dieter Meyer, Gesamtleiter der Diakonischen Jugendhilfe Tuttlingen, hat in der Gemeinderatssitzung in Durchhausen am Mittwoch nähere Details zur geplanten Jugendhilfe-Einrichtung in der "Alten Post" vorgestellt.

Mutpol plant, in der "Alten Post", den Gebäuden in der Dorfstraße in Durchhausen Jugendliche unterzubringen, die pädagogische Begleitung brauchen und die aus unterschiedlichen Gründen nicht zu Hause leben können (wir berichteten). Im Haupthaus wird eine Gruppe leben und in zwei weiteren Wohngruppen sollen junge Leute schrittweise auf ein Leben in Selbstständigkeit herangeführt werden. Jede Gruppe wird sechs Betreuer haben.

Gemeinderat Thomas Beck äußerte Bedenken, denn er habe Kenntnis von einem internen Dokument, nach dem eine Wohngruppe eingerichtet werden soll, in der sechs junge unbegleitete Flüchtlinge leben werden. Das relativierte Meyer mit dem Hinweis auf den Zeitpunkt des Dokumentes. "Ursprünglich war das unsere Idee. Doch nach einem Gespräch mit Bürgermeister Axt sind wir davon abgekommen", antwortete er und ergänzte: "In den Wohngruppen werden die Jugendlichen gemischt sein. Es ziehen maximal drei unbegleitete minderjährige Flüchtlingen ein. Meyer sagte: "Es ist durchaus auch denkbar, dass junge Frauen in Durchhausen einziehen werden." Siegbert Merz zeigte sich dem Vorhaben gegenüber aufgeschlossen: "Das sind bestimmt junge Leute, die auch mal einen Schabernack treiben, so wie ich es in meiner Jugend auch gemacht habe."

Der Tenor unter den Gemeinderäten war, dass es sinnvoll ist, den Jugendlichen eine Chance zu geben. Der Wunsch, dass sie sich ins Dorfgeschehen integrieren wurde formuliert, ebenso, dass Ansprechpartner von Mutpol immer zur Verfügung stehen. Dieter Meyer kündigte an, dass sich die Einrichtung mit einem Tag der offenen Türe vorstellen wird, sobald die Wohngruppen eingerichtet sind.


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